So wird in Farchant Fasching/Fosenacht gefeiert

Dieser Brauch wurde vor mehr als 500 Jahren zum ersten Mal gefeiert. 
Der Höhepunkt des alljährlichen Faschingstreibens ist am unsinnigen Donnerstag.

Dann nämlich ziehen sie alle durch Farchant.
Das wichtigste „Requisit“ eines Maschkera ist die handgeschnitzte Holzlarve. Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben. 

Auch das Fleckerlgwand ist in der ganzen Region bekannt: es besteht aus lauter kleinen bunten Stoffflecken, die auf das Gewand aufgenäht werden.

Fleckerlgwand

Maschkera

DIE SCHELLENRÜHRER

Die Schellenrührer sind schon von weitem zu hören – noch lange bevor man sie sieht. Sie treten immer paarweise auf. Dabei tragen beide lange, forstgrüne Hosen mit bestickten Hosenträgern (der greane Anzug gehört zur traditionellen Tracht), ein weißes Trachtenhemd und Haferlschuhe. Die Haare werden mit einem Kopftuch bedeckt und über dem Gesicht tragen sie die schon erwähnte Holzlarve. 
Einer der beiden trägt an einem breiten Ledergürtel eine oder gleich mehrere große Kuhglocke/n, die er durch einen speziellen Gang mit kräftigen Hüftschwüngen zum „schellen“ bringt. Die Schellenrüher gehen auf den heidnischen Brauch zurück, den Winter mit Lärm auszutreiben. Begleitet wird er von seinem Partner, der mit Sprüngen um ihn herum tanzt.

DIE FISCHER

Da wo sich immer eine große Kinderschar aufhält, sind die Fischer zu finden. An seiner Angel hat der Fischer nämlich leckere Köder hängen: Wiener, Brezn, Süßigkeiten (sogenannte Gudis), die sich die Kinder schnappen können.

Fischer im Fleckerlgwand

DAS MUIRADL

Hier wird ein entrindeter Baumstamm von mehreren kräftigen Maschkerern gezogen. Am Stamm ist ein bewegliches Wagenrad befestigt, das auf einer Seite immer den Boden berührt. Auf dem Rad sitzen zwei Maschkerer. Beim ziehen des Stammes dreht sich das Rad. Umso schneller gezogen wird, umso schneller dreht sich das Rad und die beiden Mitfahrer müssen sich gut festhalten, um nicht vom Rad geschleudert zu werden.

das Muiradl

DIE MASCHKERAMUSI

Begleitet werden alle Maschkera durch die typische Maschkeramusi in unterschiedlichen Besetzungen, meist mit Ziach (Ziehharmonika), Gitarre, Waschbrettl und großer Trommel.

Musi

In der Region wird in vielen Gemeinden traditionelle Fosenacht gefeiert. Im Laufe der Zeit haben sich in den einzelnen Gemeinden unterschiedliche Traditionen entwickelt. Zu den beliebtesten gehören die Treiben in Partenkirchen, Grainau und Mittenwald.

Der Besuch eines traditionellen Faschingstreibens im Werdenfelser Land lohnt sich immer:

Der Unsinnige Donnerstag ist im nächsten Jahr am Donnerstag, 12. Februar 2026.

Solltest Du noch eine Unterkunft brauchen, schreib‘ mir doch einfach eine Nachricht: birgit@fewo-garmisch.bayern

1 Kommentar zu „So wird in Farchant Fasching/Fosenacht gefeiert“

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