Urlaub im Zugspitzland buchen: 3 typische Fehler und wie du sie vermeidest

Letzte Woche waren hier in Bayern „Faschingsferien“. Aber nicht nur mehrere deutsche Bundesländer hatten Winter-/Faschingsferien. Auch in vielen anderen Ländern war schulfrei: Belgien, Niederlande, Slowakei sogar in China war das „Frühlingsfest“ und damit Schulferien. Es war der pure Wahnsinn!

Solltest du also planen, mal einen Skiurlaub in und um Garmisch-Partenkirchen zu verbringen, solltest du nicht unbedingt zu dieser Zeit buchen!

Diesen und noch mehr klassische Buchungsfehler habe ich in diesem Artikel für dich zusammengefasst und gebe dir Tipps, wie du sie ganz einfach vermeiden kannst!

Buchungs-Fehler Nr. 1: Wahl der Reisezeit

Warum ist das ein Fehler?

Auch wir haben schulpflichtige Kinder und ich weiß, wie ätzend es ist, auf die Schulferien angewiesen zu sein. Trotzdem gibt es Zeiten, die etwas besser und schlechter sind, was den Urlaub hier im Zugspitzland angeht. Die besten und schlechtesten Zeiträume findest du unten.

So vermeidest du diesen Reisezeiten-Fehler

Bei der Urlaubsplanung solltest du nicht bloß die deutschen Schulferien im Blick behalten! Es lohnt sich definitiv, auch zu schauen, wann welche Nachbarländer in die Ferien starten (vor allem Belgien, Niederlande, Tschechien, Slowakei), aber auch in den USA ist die Region um Garmisch sehr beliebt!

Grundsätzlich ist in folgenden Zeiträumen in und um Garmisch-Partenkirchen am meisten los:

  • um Weihnachten/Silvester (grob zwischen 26.12. & 06.01.): da sind natürlich in den allermeisten Ländern Schulferien. Außerdem findet am 01.01. das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen statt (im Rahmen der Vierschanzen-Tournee) und am 06.01. noch das Hornschlittenrennen.
  • in den „Faschingsferien“ (ca. Mitte Februar): zu dieser Zeit sind in Belgien oft die „Krokusferien“, in den Niederlanden die „Frühjahrsferien“ und in China das „Lunar New Year“= „Frühlingsfest“ (immer zwischen 21.01. & 20.02.)
  • im Sommer (Juli-August): auch dann haben nicht nur viele Deutsche Sommerferien sondern FAST GANZ EUROPA, sowie USA, Kanada, Japan & China.

In Deutschland sind die Sommerferien ja glücklicherweise etwas gestaffelt. Wenn du es also einrichten kannst, ist es besser, nicht zu den oben genannten Zeiten zu buchen und (wenn möglich) die weiteren Fehler unten zu vermeiden!

Meiner Meinung nach sind die besten Reisezeiten:

Für Winter-/Skiurlaub

Die Skigebiete in und um Garmisch öffnen nicht zu einem festen Termin. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Zugspitze oft Ende November/Anfang Dezember in die Skisaison startet. Das Classic-Skigebiet in Garmisch frühestens Mitte Dezember, eventuell aber auch erst zu den Weihnachtsferien. Den voraussichtlichen Termin findest du jeweils auf der Website der Zugspitzbahn: https://zugspitze.de/de/Service-Informationen/Betriebszeiten-Fahrplaene

Aber auch die Zeit zwischen den Weihnachts- und Faschingsferien (grob zwischen Mitte Januar und Mitte Februar) ist eine wunderbar ruhige Zeit zum Skifahren oder für einen Winterurlaub im Zugspitzland.

Wenn du mit schulpflichtigen Kindern in den Ski-Urlaub fahren möchtest, ist es vor/direkt an Weihnachten oder in den Osterferien noch am Besten. In den Osterferien ist das Skigebiet Garmisch Classic zwar oft schon geschlossen, aber auf der Zugspitze ist normalerweise bis Anfang Mai Skibetrieb.

In meinem Winter-Guide für’s Zugspitzland findest du übrigens ganz viele tolle Tipps für einen schönen Winter-Urlaub in und um Garmisch (Winter-Wanderungen, Rodel-Tipps, besondere Veranstaltungen, Schlittschuhlaufen…)

Sommerurlaub

Wie schon erwähnt, sind Juli & August die Monate, in denen die allermeisten Europäer Sommerferien haben. Wenn du also die Möglichkeit hast, auszuweichen, würde ich dir eher zu Juni oder September raten. Wenn die Pfingstferien etwas später sind, kann das auch schon eine gute Alternative zur Hauptreisezeit im Sommer sein.

Wandern

Einen „besten“ Zeitraum zum Wandern gibt es nicht, da das so stark abhängig vom Wetter und der Schneelage ist, dass ich dir keinen exakten Zeitraum empfehlen kann.

Grundsätzlich gilt aber Folgendes:

  • die meisten Almen/Hütten öffnen zwischen Mitte Mai und Mitte Juni (abhängig von der Höhen- & Schneelage!)
  • informiere dich vorab genau über die aktuelle Schneelage und darüber welche Wege begehbar sind bzw. ab welcher Höhe noch Schnee liegt (manchmal Schneit es im Mai noch in höheren Lagen, manchmal schon wieder im September…)
  • für Touren in sehr hohe Lagen (Alpspitze, Zugspitze, Kramer etc.), kannst du dich bei den örtlichen Bergschulen informieren und ggf. auch Leihausrüstung oder einen Bergführer buchen!

Ruhesuchende

Wenn du die wunderschöne Landschaft und Natur hier im Zugspitzland genießen möchtest und nicht abhängig von Schulferien, Hütten und Bergbahnen bist, hab ich den ultimativen Reisezeiten-Tipp für dich:

im Frühjahr (März/April) sowie im Spätherbst (November/Dezember bis Weihnachten)

Ich weiß, das ist nicht die typische Reisezeit für diese Region. Aber genau das ist DER große Vorteil! Denn dann wirst du nicht um den Eibsee geschoben oder durch die Partnachklamm. Du kannst die Sonne genießen, während viele andere Regionen in Deutschland im Nebel versinken und absolute Ruhe in der Natur genießen.

Zu den Vorteilen eines Urlaubs im Spätherbst hab ich sogar mal einen eigenen Blogbeitrag geschrieben, den du hier findest:
Urlaub im Spätherbst in Garmisch-Partenkirchen

Buchungs-Fehler Nr. 2: schlechter An-/Abreisetag

Warum ist das ein Fehler?

Eigentlich sollte das inzwischen jeder wissen: der schlechteste Tag für eine Urlaubs-An/Abreise ist der Samstag! Trotzdem buchen extrem viele immer noch von Samstag-Samstag.

So vermeidest du diesen Reisetag-Fehler

Versuche unbedingt den Samstag als Reisetag zu vermeiden!

Suche dir eine Unterkunft mit flexiblen An-/Abreisetagen. Dann musst du nicht fahren, wenn alle anderen auch fahren. Wenn du beispielsweise am Sonntag fährst, ist es schon mal entspannter, weil dann ja LKW-Fahrverbot herrscht. In meinen Fewos kannst du in den allermeisten Reisezeiträumen an jedem Tag an-/abreisen, bist also vollkommen flexibel.

Am Abreisetag solltest du nicht zu spät starten. Denn viele Tagesausflügler (Sommer wie Winter) fahren am Nachmittag wieder nach Hause. Wenn du also erst am Nachmittag heim fährst, kann es passieren, dass du auch an einem Sonntag im Tagesausflugs-Rückreise-Stau stehst.

Bitte beachte bei einer Anreise in eine Ferienwohnung an einem Sonntag, dass hier sonntags alle Supermärkte, Geschäfte etc. geschlossen sind!
In Garmisch gibt es ein paar wenige Bäcker, die auch sonntags geöffnet sind. Außerdem gibt es in Farchant am Dorfladen einen Automaten, bei dem du 24/7 das Nötigste bekommst (Butter, Milch, Wurst/Käse, Brot…).

Buchungs-Fehler Nr. 3: Buchung über Portale

Warum ist das ein Fehler?

Auch ich weiß die Vorteile der Buchungsportal (vor allen Airbnb) sehr zu schätzen. ABER bei einer Buchung über ein Portal wird IMMER eine Provision fällig.

Als „kleiner“ Vermieter (eine Ferienwohnung und ein Ferienhaus) habe ich bei den Suchmaschinen quasi keine Chance auf den ersten Seiten zu erscheinen. Es gibt nämlich mittlerweile so viele große Portale (Airbnb, HRS, Booking, fewo direkt, Traum Ferienwohnungen, Holidu, Expedia, Casamundo, Wimdu, Ferienhausmiete, um nur die größten zu nennen), dass man mindestens bei einem dieser Portale gelistet sein sollte, um gut gefunden zu werden. Ich bin mit meinen Fewos zum Beispiel bei Airbnb.

Das hat den Nachteil, dass dann viele direkt über Airbnb buchen. Versteh mich nicht falsch: Airbnb ist DAS Portal meiner Wahl und du kannst hier nichts wirklich falsch machen. ABER: Airbnb verlangt bei jeder Buchung eine Provision. Und zwar vom Gast UND vom Gastgeber. Das heißt ganz konkret: dein Urlaub wird teurer. Und ich zahle ebenfalls eine Gebühr an Airbnb.

So vermeidest du diesen Buchungs-Fehler

Variante 1: Suche über Portale, buche direkt

Die Suche über ein Portal ist zugegebenermaßen ziemlich komfortabel. Man findet nicht nur auf einen Blick alle freien Unterkünfte im gesuchten Zeitraum, sondern kann sich alle auf der Karte anzeigen lassen, nach verschiedenen Kriterien filtern und auch die Preise toll vergleichen.

Bis hierhin würde ich das auch so machen.

Und jetzt kommt mein persönlicher Tipp: wenn du über die Portal-Suche 1-4 Unterkünfte gefunden hast, die in Frage kommen, gehst du am besten direkt in die Suchmaschine deiner Wahl und suchst nach diesen vorausgewählten Unterkünften. Oft werden nicht alle gefunden, da nicht jeder Vermieter eine eigene Website hat.

Mit etwas Glück sind aber zumindest 1-2 Unterkünfte mit eigener Website dabei.
Meine Fewos sind unter https://fewo-garmisch.bayern/ zu finden.

Und wenn du jetzt direkt über den Vermieter buchst, bekommst du deinen Urlaub meist etwas günstiger und dein Vermieter profitiert ebenfalls davon.

Variante 2: Suche über Google Maps, buche direkt

Auch diese Variante ist eine gute Möglichkeit eine schöne Ferienwohnung/Unterkunft zu finden, ohne Provision an die Portale zu bezahlen: die Suche über Google Maps!

Hierfür suchst du bei Google Maps nach dem Ort deiner Wahl. Wenn du nah genug heranzoomst, kannst du pinke Symbole mit einem Bett sehen: das sind alles Übernachtungsbetriebe. Die Symbole kannst du anklicken und landest auf der Übersicht, über die du die Rezensionen finden kannst und dich zur Website weiterleiten lassen kannst.

Suche nach „Farchant“ bei Google Maps:
pinke Symbole mit Bett = Unterkünfte!

Reiseplanung leicht gemacht

Mit den richtigen Fragen zur entspannten Reisebuchung: So planst du deinen Fewo-Urlaub mit Auto-Anreise ganz einfach und übersichtlich – von der Reisezeit über den Anreisetag bis zur Buchung der passenden Ferienwohnung:
Reisebuchung leicht gemacht: so buchst du dir deinen perfekten Fewo-Urlaub

1 Gedanke zu „Urlaub im Zugspitzland buchen: 3 typische Fehler und wie du sie vermeidest“

  1. Hallo Birgit,
    normalerweise sind wir eher mit Dachzelt unterwegs. In den Fällen, wenn wir dann doch mal eine Unterkunft buchen, machen wir es genau so, wie du das beschreibst. Ich habe schon oft festgestellt, dass die Plattformen oftmals teuerer sind. Was ich nicht wusste, dass ihr Vermieter ebenfalls eine Gebühr zahlen müsst. Aber wundern tut’s mich nicht.
    Vielen Dank für die guten Tipps in deinem Artikel. Auf die Idee nach den Ferienzeiten der Nachbarländer zu achten bin ich auch noch nicht gekommen. Tsss…
    Herzliche Grüße
    Angelika

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